Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42585
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 4:31:00 PM
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Islamkunde 5 Redner: Ayatollah Dr. Ramezani - Imam und Leiter des islamischen Zentrums Hamburg

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
 
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
 
Der Begriff “Islam” im übertragenen Sinne
In den vergangenen Ansprachen wurde daran erinnert, dass das Wort „Islam“ „sich den göttlichen Anweisungen gegenüber ergeben“ bedeutet und der Gottesdienerschaft gleichzusetzen ist. In verschiedenen Versen und Überlieferungen wird dies wiederholt erwähnt, doch im übertragenen Sinne ist „Islam“ eine Menge von gedanklichen, praktischen und ethischen Lehren, die den Menschen durch Offenbarung oder anhand auf der Offenbarung basierender Kenntnisse erreichen. Dieser Definition nach besteht der Islam aus drei Hauptelementen:
1.     Glaubensbezogene Lehren, die mit der Kenntnis über Gott, die Welt und der Menschen zu tun haben
2.     Praktische Lehren, die sich mit dem Lebensweg befassen
3.     Ethische und Verhaltensbezogene Lehren, die mit der Erziehung und Geistesläuterung der Menschen zu tun haben
Es muss dabei auch beachtet werden, dass der Islam die letzte, auf der Offenbarung basierende Religion ist und daher alle Religionen und deren Richtlinien beinhaltet, und ihnen übergeordnet ist, weil er auf sämtliche Bedürfnisse der Menschheit eingeht indem er für jedes einzelne Bedürfnis einen Plan und eine Regelung hat. Er bereichert jede gläubige Person anhand eines Plans, der ihn von jeder anderen Abhängigkeit befreit. Der hl. Prophet des Islam ist der letzte der monotheistischen Propheten, und bestätigt die monotheistischen Propheten vor ihm. Er betrachtet den Glauben an sie als Hauptprinzip eines vollkommenen Glaubens, weswegen es auch so wichtig ist, näher auf diese Überzeugung des Edelmutigen (s.) einzugehen. Man sollte dies nicht abstreiten, sondern sich an die wahren Experten wenden, wenigstens die Lehren korrekt studieren, und sie mit den bestehenden Kenntnissen vergleichen statt sie ohne Grund und ohne Argumente abzulehnen oder gar versuchen, sie zu denunzieren. Dies ist ein logischer Ansatz, und daher besteht der Islam auch, dass man sich verschiedenes anhört und dann selbst entscheidet. Zweifelsohne trägt man nur Schaden davon, wenn man ohne Grund ablehnt oder gar bemüht ist, eine Idee zu vernichten.
Die Religion ist ein Geschenk Gottes an den Menschen, dass sein Leben lang hält und der Menschheit gegeben wurde, um sie vor Verwirrung zu bewahren und ihnen zu helfen, ihre Pflichten zu erkennen. Sie soll der Menschheit helfen, den Weg zu ihrer Glückseligkeit zu erkennen. Mit einem allgemeinen Blick auf die Religion, zu der die Menschheit von allen monotheistischen Propheten aufgerufen wurde, in Wirklichkeit Gottesdienerschaft bedeutet und jederzeit das Wachstum und den Fortschritt der Menschheit im Sinn hat. Sie hilft der Menschheit darin, ihre Kapazitäten und Talente zu nutzen und entsprechend Nutzen aus der Religion zu ziehen. Alle Propheten riefen den Menschen dazu auf, von einem Leben der Sinne auf ein Leben des Verstands umzusteigen, was ohne Mühe und Anstrengung nicht möglich ist. So sagt der Qur’an:
„Ihr Gläubigen! Fügt euch Gott und Seinem Gesandten, wenn er euch zum Glauben einlädt, der für euch wahres Leben bedeutet!“[1]
Anhand dieser Erläuterung wird klar, dass die inhaltlichen und Unterschiede in den Einladungen der verschiedenen Propheten auf die Unterschiede in den Bedürfnissen, im Niveau des Wissens und der Lernfähigkeit der Menschen zu den verschiedenen Zeitpunkten zurückzuführen sind. Zur Zeit des hl. Propheten (s.) hatte der Mensch die letzte Stufe des Wachstums erreicht und war dazu bereit, alle Aspekte der Religion anzunehmen und zu lernen.
Der hl. Qur’an betont dies und sagt:
„Wahrlich, die (einzige) Religion vor Gott ist der Islam (die Hingabe an Gott)! Diejenigen, denen das Buch gegeben worden war, wurden erst dann in gegenseitiger Auflehnung untereinander uneins, nachdem sie diese Wahrheit erfahren hatten. Doch wer die Zeichen Gottes leugnet, muss sich dessen bewusst sein, dass Gott ihn und seinesgleichen schnell zur Rechenschaft zieht.“[2]
„Und wer eine andere Glaubenslehre sucht als den Islam: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im zukünftigen Leben soll er unter den Verlierenden sein.“[3]
Wenn der hl. Qur’an von Religion, von den göttlichen Anweisungen und von der Einheitlichkeit der Quellen und Ziele der verschiedenen Religionen, unterstreicht er, dass diese einheitliche Religion eben der Islam ist und dass er den Hintergrund der Missionen aller monotheistischen Propheten bildet:
„Euch hat Er als Religion verordnet, was Er Noah geboten hatte, was dir offenbart worden ist und was Wir Abraham, Moses und Jesus geboten haben. Ihr sollt die Religion aufrechterhalten und nicht darüber streiten. Die Ungläubigen sind zu überheblich, um das anzunehmen, wozu ihr sie aufruft. Gott erwählt, wen Er will und leitet zu Seinem Weg, wer sich andächtig und bußfertig Ihm zuwendet.“[4]


[1] 8:24
[2] 3:19
[3] 3:85
[4] 42:13


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