Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42593
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 5:05:00 PM
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Islamkunde 14 - Islam und Glaube 6 Redner: Ayatollah Dr. Ramezani Imam und Leiter des islamischen Zentrums Hamburg

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
 
 
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
 
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
Das Thema des Glaubens ist eines der wichtigsten Themen, die vom Qur’an und von den Überlieferungen angesprochen werden und es stehen uns unzählbare Verse und Überlieferungen über die verschiedenen Aspekte des Glaubens zur Verfügung. Zu diesem Thema gehören drei zentrale Elemente, die auf eine Art in den Glauben einwirken. Diese drei Elemente sind Kenntnis, Taten und Wahl und über jedes einzelne ließe sich endlos lange diskutieren, wir werden uns hier aber mit einem flüchtigen Überblick begnügen.
Glaube und Kenntnis
Der Qur’an zählt die Kenntnis zu den wichtigsten Gründen des Glaubens. Die Kenntnis wird als solcher sehr oft in Qur’anversen erwähnt, wie z.B.:
„Diejenigen aber, die ein tiefbegründetes Wissen haben, sagen: »Wir glauben wahrlich daran. Alles ist von unserem Herrn.« Doch niemand bedenkt dies außer den Einsichtigen.“[1]
„Und wenn er ihnen verlesen wird, dann sagen sie: »Wir glauben daran. Wahrlich, es ist die Wahrheit von unserem Herrn; wir hatten uns (Ihm) schon vordem ergeben.«“[2]
In den Überlieferungen wird dies auch betont. Es wird beispielweise von Imam Ali (a.s.) überliefert: „Der Glaube ist die Kenntnis im Herzen, das Geständnis der Zunge und die Taten der Glieder.“[3]
Es gibt auch andere Überlieferungen, die dasselbe andeuten.[4]
Der Glaube und die Taten
Den Qur’anversen und Überlieferungen bezüglich der Taten kann man zweierlei entnehmen. Erstens dass die Taten nicht Bestandteil des Glaubens sind und zweitens, dass der Glaube die Taten voraussetzt.
Dass die Taten nicht Teil des Glaubens sind liegt daran, dass der Qur’an in mehreren Fällen den Glauben mit Taten in Verbindung bringt und sie nebeneinander erwähnt[5], was nur bedeuten kann, das Taten nicht Bestandteil des Glaubens sind. In manchen Versen wird auch gesagt, dass Taten vom Glauben trennbar seien, z.B. „Diejenigen aber, die handeln, wie es recht ist - sei es Mann oder Frau - und dabei gläubig sind, werden ins Paradies eingehen und nicht im geringsten Unrecht erleiden.“[6] Bei genauer Betrachtung sehen, wir dass der Qur’an sagt „… und dabei gläubig sind“ was die Möglichkeit einräumt, dass der Glaube getrennt von den Taten erwähnt werden kann. Im Qur’an lesen wir auch: „Zu Ihm steigt das gute Wort empor, und rechtschaffenes Werk wird es hochtreiben lassen.“[7] Die meisten Exegeten haben „das gute Wort“ als „Überzeugung“ interpretiert, was eigentlich den Glauben anspricht. Die Rede ist also von einem Glauben, der eine direkte Verbindung mit guten Taten hat und daher gehören die Taten nicht zur Essenz des Glaubens, sondern wirken auf ihn ein und treiben ihn hoch.
Auch die Überlieferungen besagen dasselbe. Es ist möglich, dass der Glaube getrennt von den Taten erwähnt wird. Von Imam Ali (a.s.) wird überliefert: „Glaube ohne Taten und Taten ohne Glaube werden nicht anerkannt.“ Dem kann entnommen werden dass Glaube oder Taten alleine nicht anerkannt werden sondern nur in Begleitung voneinander. Dies wird in den Überlieferungen betont.
Dass der Glaube die Taten voraussetzt wird vielen Versen entnommen und es gibt vieles, was diese Behauptung belegt. Jeder Öffnung des Glaubens wird eine gute Tat zugeordnet und je mehr der Mensch glaubt, desto fruchtvoller werden seine guten Taten sein. Dieser Vers ist einer dieser Belege: „Du wirst kein Volk finden, das an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt und dabei diejenigen liebt, die sich Allah und Seinem Gesandten widersetzen, selbst wenn es ihre Väter wären oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Verwandten.“[8] Laut diesem Vers hat der wahre Glaube zur Folge, dass sich die Gegner Gottes und seines Propheten (s.) vom einem fern halten, dies bezeugt den wahren Glauben eines Menschen. Vom hl. Propheten (s.) wird überliefert: „Der Glaube und gute Taten sind Brüder und Partner, einer wird ohne den anderen nicht anerkannt.“[9]
Zum dritten Element nämlich der freien Wahl muss gesagt werden, dass den Versen und Überlieferungen eindeutig entnommen wird, dass der Mensch was seinen Glauben betrifft die freie Wahl hat. Der hl. Qur’an sagt diesbezüglich: „Und sprich: »Es ist die Wahrheit von eurem Herrn.« Darum laß den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will.“[10] „Und wer den Unglauben gegen den Glauben eintauscht, der ist gewiß vom rechten Weg abgeirrt.“[11]
Auch den Überlieferungen wird eindeutig entnommen, dass man, was seinen Glauben betrifft, die freie Wahl hat.


[1] 4:7
[2] 28:53
[3] Nahdj ul balagha, Anspr. 218, Khisal Scheich Sadough, Kapitel 3
[4] Khisal der drei Kapitel, Safinat ul bahar, Kapitel amn.
[5] 103:2 und 32:18-20
[6] 4:124
[7] 35:6
[8] 58:22
[9] Kanz ul aamaal, Band 1, S. 59
[10] 18:29
[11] 2:108


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