Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42622
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 6:36:00 PM
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Islamkunde 44 – Islam und Gerechtigkeit: Gesellschaftliche Gerechtigkeit 5Redner: Ayatollah Dr. Ramezani Imam und Leiter des islamischen Zentrum Hamburg

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Aller Lobpreis gebührt Gott, Dem Erhabenen, Dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. Oh Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
 
Aller Lobpreis gebührt Gott, Dem Erhabenen, Dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. Oh Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
Die ökonomische Gerechtigkeit gehört zu den bedeutsamen Aspekten gesellschaftlicher Gerechtigkeit. Wenn sie verwirklicht wird, wird jegliche Unterdrückung sowie Armut unter den Menschen verhindert. Regierungen bzw. Machthaber sollten stets bemüht sein, für alle Menschen in ihrem Land die finanzielle Gerechtigkeit zu gewährleisten.
Damit die ökonomische Gerechtigkeit sichergestellt werden kann, muss in der Gesellschaft und bei der Regierung die Überzeugung herrschen, dass die bestehenden Besitztümer unter dem Volk gerecht und wohlwollend verteilt werden. Die Verwaltung muss Arbeit für die Gesellschaft schaffen und die Produktivität anheben. Imam Ali (a.s.) weist in einem Brief, den er Malik Aschtar schrieb, auf all das hin, was zur Realisierung der finanziellen Gerechtigkeit notwendig ist und sagte:
„Setze die eingehobenen Steuern für das Volk selbst ein, so dass es über relativen Wohlstand verfügt. Du sollst auch darum bemüht sein, die Stadt zu bebauen und bei den Steuern nicht so streng sein, wenn es um die bedürftigere Schicht des Volkes geht, die sonst unter zu viel Druck gesetzt wäre. All dies wird dazu führen, dass das Volk dir vertraut und dass deine Regierung stabiler und mächtiger wird.“[1]
Imam Ali (a.s.) betont, dass den Armen geholfen werden muss. Wenn es um die Bedürftigen geht, sollte sich ein Machthaber dem Wohlgefallen Gottes nähern und gütig sein. Vor allem sollte man denen gegenüber nachsichtig sein, die aus verschiedenen Gründen nicht arbeiten können oder sich zur Ruhe gesetzt haben[2]. Der Fürst der Gläubigen (a.s.) war sehr darauf bedacht, das Eigentum des Volkes gewissenhaft zu verwalten niemandem das Anrecht darauf vorzuenthalten:
„Wenn all dieser Reichtum mir selbst gehören würde, würde ich ihn in gleichen Teilen unter dem Volk verteilen, wie kann ich mich denn anders verhalten, wenn es sich hier um Gottes Besitz handelt?“[3]
Er (a.s.) empfahl anderen Sachwaltern:
„Leistet niemandem Vorschub, wenn es darum geht, das Volkseigentum zu verteilen. Es handelt es sich nämlich um Gottes Eigentum, und ihr seid muslimische Gottesdiener, und ihr habt Gottes Schrift vor euch.“[4]
Am zweiten Tag seiner Regentschaft stieg Imam Ali (a.s.) auf die Kanzel und sagte:
„Gott weiß, dass ich keine Neigung zum Kalifat als eine Machtposition habe. Ich hörte den gesegneten Propheten (s.a.s.) sagen: ‚Wenn jemand nach mir die Sachwalterschaft übernimmt, so wird er am Tag der Wiederauferstehung vor der Brücke des Sirat angehalten. Die Engelswesen werden sein Zeugnis öffnen und er wird gerettet werden, wenn er gerecht gewesen ist. Ansonsten wird die Brücke sich bewegen und er wird in die Hölle befördert.“
Es muss erwähnt werden, dass finanzielle Gerechtigkeit aus islamischer Sicht sehr bedeutsam ist und alle gleichermaßen am Volkseigentum Teil haben müssen. Doch bedeutet dies nicht, dass man denen, die härter und fleißiger arbeiten, keine Beachtung schenken soll. Wer das, was ihm zur Verfügung steht, besser nutzt und fleißiger handelt, wird entsprechend mehr Nutzen aus seinen Taten ziehen. Denn Gerechtigkeit bedeutet auch, dass das Ausmaß der Mühe der Menschen auch beachtet werden muss.


[1] Nahdsch-ul-Balagha, Predigt 53.
[2] Ebd.
[3] Nahdsch-ul-Balagha, Predigt 126.
[4] Taghi Sepehr, Muhammad: Nasikh At-Tawarikh, Bd. 3, S. 29.


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