Islamisches Zentrum Hamburg
Delicious facebook RSS An einen Freund senden drucken speichern XML-Ausgabe HTML-Ausgabe Output PDF
Nachrichten Code : 42630
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 6:51:00 PM
Aufrufe : 1066

Islamkunde 52 – Islam und Freiheit 3 Redner: Ayatollah Dr. Ramezani Imam und Leiter des Islamischen Zentrum Hamburg

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

 Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Viele Philosophen, Wissenschaftler, Exegeten, Denker, Soziologen und andere Experten haben oft und gerne über die Freiheit diskutiert, doch unser Ziel ist es, die islamische Sicht der Freiheit zu behandeln, also werden wir uns mit dieser Sicht der Freiheit befassen.

Der Begriff der Freheit („Hurriyat“) kommt im hl. Koran nicht vor, doch ist sie als Thema sehr genau behandelt worden. Eines der wichtigeren Ziele des hl. Propheten (s.) war es, die Menschen zu von den Ketten der Gefangenschaft zu befreien:

„Es sind diejenigen, die dem Gesandten, dem lese- und schreibunkundigen Propheten folgen, über den sie bei sich in At-taurat und Alindschil geschrieben finden. Er ruft sie zum Gebilligten auf, rät ihnen vom Mißbilligten ab, erklärt ihnen die guten Dinge für halal und die schlechten Dinge für haram und erleichtert ihnen ihre schweren Gebote und die Einschränkungen, die ihnen auferlegt waren.“[1]

In exegetischen Werken sind einige der Hindernisse der menschlichen Freiheit erwähnt worden. Dinge wie Unwissenheit, Götzendienerei und Aberglaube, eine Gesellschaft der Schichten und all die Diskriminierungen, die einer solchen Gesellschaft eigen sind, innere und äußere Hindernisse sind in diesen Büchern behandelt worden. Jedes einzelne dieser Hindernisse bringen großes Übel über den Menschen und sorgen für ungeheure Zustände in einer Gesellschaft.

Um sich von diesen Ketten zu befreien, müsste man das Thema sehr ausführlich behandeln und die Sichtweise des hl. Korans diesbezüglich darlegen und die Wege erkennen, die diese heilige Schrift dem Menschen zeigt, damit er sich von diesem üblen Zustand befreien kann. Wichtig ist dabei, dass der hl. Koran als die heiligste aller himmlischen Schriften, das Thema der Freiheit und ihrer verschiedenen Arten genauestens behandelt hat und das Sprengen dieser Ketten als das Ziel der Auserwählung der Propheten betrachtet. Der hl. Koran nennt die Freiheit von den Neigungen und Versuchungen der Triebseele als Charakteristikum eines Monotheisten, und die Befreiung der Menschen als Ziel der Aussendung monotheistischer Propheten. Darüber, wie diese Freiheiten erzielt werden und woran der Mensch seine Bemühungen ausrichten muss um diese Freiheiten zu erlangen, wurde vieles erwähnt, womit wir uns bei Gelegenheit befassen werden. Eine der wichtigsten Koranverse die von der Freiheit der Menschen handeln, ist der folgende:

„Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (, der da predigte): "Dient Allah und meidet die Götzen.“[2]

Dieser Vers handelt vom wichtigen Auftrag der Propheten, die Menschen von den Götzen und Unterdrückern der Geschichte zu befreien. Studieren wir diese Verse genauer, sehen wir, dass der hl. Koran die Ausführung der göttlichen Gebote als einzigen Weg zur Glückseligkeit und zur Befreiung der Menschen aus den Klauen der vielen Götzen.

In den nächsten Wochen werden wir uns allerdings ausführlich damit befassen, dass die wahre Freiheit voll und ganz mit Gottesdienerschaft vereinbar ist, weil nämlich die wahre Freiheit, die dem Menschen gebührt, ohne Gottesdienerschaft nicht möglich ist.

Anhand des hl. Korans und der einschlägigen Lieferungen kann man den Wert erkennen, den der Islam der Freiheit zuschreibt. Den Überlieferungen der Unfehlbaren (a.s.) wird entnommen, dass die Freiheit eine göttliche Wurzel hat, in dem Sinne dass der Mensch existentiell frei geschaffen wurde und diese Gabe und Zuwendung Gottes, die ihm gegeben wurde, nützen, sein eigenes Schicksal zu bestimmen und bewusst sein eigenes Leben aufzubauen hat.



[1] 7:157

[2] 16:36


Kommentar



Zeige nichtöffentliche