Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42634
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 6:58:00 PM
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Islamkunde 56 – Islam und Freiheit 7 Redner: Ayatollah Dr. Ramezani Imam und Leiter des islamischen Zentrum Hamburg

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.



Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

 

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Der hl. Qur’an besteht für den Menschen sowohl auf die innere als auch due äußere Freiheit. Er bietet auch verschiedene Wege an, beide Arten der Freiheit zu erlangen, damit man die Wahrheiten erkennt und dann aufgrund eines richtigen Verständnisses und richtiger Kenntnisse, seinen Lebensweg auswählt.

„Wir werden sie Unsere Zeichen überall auf Erden und an ihnen selbst sehen lassen, damit ihnen deutlich wird, daß es die Wahrheit ist.“[1]

In diesem Vers wird von Wegen gesprochen, die sowohl zur inneren als auch zur äußeren Freiheit führen und es dem Menschen ermöglichen, die Wahrheit zu finden. Manche Menschen nützen aber die ihnen angebotenen Mittel und die göttlichen Gaben nicht. Sie verdecken ihr Wahrnehmungsvermögen mit einem Schleier und nehmen sich die Möglichkeit, die Wahrheit zu finden. Der Qur’an sagt darüber:

„Um ihren Hals haben Wir Fesseln gelegt, die bis an das Kinn reichen, so daß ihr Haupt hochgezwängt ist. Und Wir haben vor ihnen einen Wall errichtet und ebenso hinter ihnen einen Wall (errichtet), und Wir haben sie verhüllt, so daß sie nicht sehen können.“[2] Der Mensch stellt sich selbst Hindernisse sowohl im inneren als auch im äußeren Weg auf, obwohl er die Probleme beseitigen, innere sowie äußere Freiheit erlangen und Kenntnisse über alles gewinnen kann, was ihm der wahren Glückseligkeit näherbringt. Manche Menschen ketten sich aber selbst an, konzentrieren sich nicht auf das Wesentliche und verhindern ihren einen Fortschritt. Sie versperren sich den Weg zum Glauben, zur Kenntnis und zur Sicherheit.

In den vergangenen Ansprachen wurde gesagt, dass der Qur’an gewisse Verse hat, die die innere und äußere Freiheit ansprechen. Wenn man diese genauer studiert, kann man viele Tatsachen darin erkennen. Zu diesen erleuchtenden Versen gehört der Folgende:

„Hast du den gesehen, der sich seine eigene Neigung zum Gott nimmt“

Dieser Vers sagt aus, dass manche Menschen so sehr ihrer Triebseele ergeben sind, dass sie sie anbeten. Sie werden zum Sklaven ihrer Neigungen und Wünsche, und ziehen diese Gehorsam der Gehorsam gegenüber Gott vor. Dies führt zweifelsohne dazu, dass der Mensch seine wahre Identität gänzlich verliert, aus diesem Grund betont der hl. Qur’an auch, dass jeder Mensch sich von den Versuchungen seiner Triebseele befreien muss, sie führen nämlich dazu, dass der Mensch sich in niederträchtigen Dingen verfängt und verleitet ihn sehr leicht dazu, die schlimmsten Verbrechen zu begehen. So nennt der hl. Qur’an die menschliche Triebseele das, was den Menschen zu allen niederträchtigen Dingen verleitet und sagt:

„denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses“[3]

Um die Triebseele unter Kontrolle zu bringen, ist es am wichtigsten, dass der Mensch auf sich achtet und Wege dazu findet, sich selbst und die Triebseele zu bändigen. Dazu ist es unbedingt notwendig, dass der Mensch seine inneren Eigenschaften kennt und sich über sie bewusst ist, da er sonst seinen Geist nicht läutern kann. Es wird überliefert:

„Das notwendigste Wissen ist für dich jenes, dass dir den Weg zu dem weist, was gesund für dein Herzen ist und dir auch zeigt, wass es korrupt macht.“[4]

Der hl. Qur’an sagt daher, dass es die Befolgung der Neigungen der Triebseele ist, welche dazu führt, dass dem Menschen die innere sowie äußere Freiheit verwehrt bleibt. Sie macht den Menschen nämlich blind und taub, und verdeckt auch sein Wahrnehmungsvermögen.

Nachdem nun viel über die innere und äußere Freiheit gesprochen wurde, ist auch klar geworden, wie unterschiedlich dieses Thema in der Kultur des Qur’ans und den liberalen Denkschulen behandelt wird. Letzteres lässt zu, dass etwas, was auf den Wünschen der Triebseele basiert, zu einem Gesetz will, wenn es die Mehrheit der Menschen will. Der Qur’an sagt hingegen, dass der Mensch moralisch korrupt wird, wenn er gerade diese Neigungen nicht unter Kontrolle bringt. Wenn es dazu kommt, dass diese Neigungen die obere Hand gewinnen, dann wird aller erlaubt sein und der Mensch scheut dann auch vor keiner gesetzlichen Einschränkung zurück. Dies bringt nur Zügellosigkeit mit sich und führt dazu, dass der Gesellschaft keinerlei Grenzen gestellt sind und zwar nur, damit die absolute, persönliche Freiheit gewährleistet wird. Somit wird auch jedes Wachstum, jeder Fortschritt und jede Weiterentwicklung im Sinne der Menschenwürde verhindert und das ist das schlimmste, was die Menschheit jemals bedroht hat.



[1] 41:53

[2] 36:8-9

[3] 12:53

[4] Ghurar ul hikam va durar ul kalam, S. 215


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