Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42773
Datum der Veröffentlichung : 1/18/2014 7:43:00 PM
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Redner: Ayatollah Dr. Reza Ramezani Imam und Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg

Islamkunde, Teil 101 – Islam und Frieden und Sicherheit (8)

Politische Sicherheit: Unter den Arten der Sicherheit kann auf die politische Sicherheit hingewiesen werden, welches der Islam besonders unterstreicht. In einer islamischen Gesellschaft sind die Menschen im Hinblick auf einander und auf der Regierung im Rahmen der gegenseitigen Hilfe, des Gebietens des Guten und Verbieten des Verwerflichen, des Aufwerfens von Kritik, sowie der Beratung positiv eigenstellt. Jeder verspürt im Hinbick auf den anderen das Gefühl von Sicherheit und Ruhe und in Wahrheit zählt ein solcher Blick aufeinander zu den Verpflichtungen im Glauben, wodurch man durch gemeinsame Zusammenarbeit und Mitgefühl einander zur Hilfe kommt.
Ohne Zweifel führt die Implementierung einer solchen Kultur in der Auseinandersetzung mit den Angelegenheiten zur Versicherung einer religiösen Gesellschaft und ihrem Schutz vor schädlichen Vorfällen.

 

 

 

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen sei mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

 

Politische Sicherheit: Unter den Arten der Sicherheit kann auf die politische Sicherheit hingewiesen werden, welches der Islam besonders unterstreicht. In einer islamischen Gesellschaft sind die Menschen im Hinblick auf einander und auf der Regierung im Rahmen der gegenseitigen Hilfe, des Gebietens des Guten und Verbieten des Verwerflichen, des Aufwerfens von Kritik, sowie der Beratung positiv eigenstellt. Jeder verspürt im Hinbick auf den anderen das Gefühl von Sicherheit und Ruhe und in Wahrheit zählt ein solcher Blick aufeinander zu den Verpflichtungen im Glauben, wodurch man durch gemeinsame Zusammenarbeit und Mitgefühl einander zur Hilfe kommt.

Ohne Zweifel führt die Implementierung einer solchen Kultur in der Auseinandersetzung mit den Angelegenheiten zur Versicherung einer religiösen Gesellschaft und ihrem Schutz vor schädlichen Vorfällen. Aus diesem Grund legt der heilige Qur’an auf den Brsitz eines solchen Geistes besonderen Wert und gebietet den Muslimen eine solche Einstellung:

 

وَ تَعاوَنُوا عَلَى الْبِرِّ وَ التَّقْوى‏ وَ لا تَعاوَنُوا عَلَى الْإِثْمِ وَ الْعُدْوانِ

„Und helft einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit; doch helft einander nicht in Sünde und Übertretung.“[1]

 

Ohne Zweifel besteht in allgemeiner Art und Weise in der islamischen Gesellschaft der Geist der Zusammenarbeit und das Gefühl der Verbundenheit. Der Besitz einer solchen Kultur führt dazu, dass die Gesellschaft vor allem, was offenkundig eine Sünde darstellt, geschützt bleibt. Der Islam legt auf die Beratung und die Erteilung von Ratschlägen einen derartigen Stellenwert, dass sie nicht nur gegenüber normalen Personen, sondern auch gegenüber Arbeitgebern und Herrschern besteht für die Menschen das Recht ihnen ihre Fehler aufzuzeigen und ihnen Kritik vorzubringen. Aus diesem Grund rührt es her, dass in allgemeiner Art und Weise den Menschen die Erlaubnis gegeben wurde ihre Interessensverwalter unter Beobachtung zu haben, damit sie ihren Aufgaben in geordneter Art und Weise nachgehen und falls sie einen Fehler begangen haben sollten, dafür von ihnen entsprechend belangt werden. Dieser Punkt ist im politischen System von besonderer Wichtigkeit, dass man mit Bedachtsamkeit gegenüber seinem Verhalten und seiner Rede handelt und seinen Pflichten ordnungsgemäß nachgeht.

Der Besitz eines mitfühlenden Geistes hat die Versicherung und Gesundheit einer Gesellschaft zur Folge und falls eine solche Verpflichtung in Vergessenheit geraten sollte und gar man sich davon abwenden sollte, so muss das Gebot des Gebieten des Guten und Verwehren des Verwehrflichen auf richtige Art und Weise umgesetzt werden, selbst wenn es irgendwo zu Kritik kommen sollte, so muss der Mensch seiner Pflicht nachgehen. Was jedoch wichtig ist, ist die Beachtung der Würde der Personen. Die Grenzen des Respekts müssen gewahrt bleiben und es darf nicht derart sein, dass ein Verantwortlicher beleidigt und seine Ehre in den Schmutz gezogen wird, ohne das etwas bewiesen wäre. Der Islam verbietet die Verletzung der Achtung nicht nur gegenüber den Arbeitgebern und Verantwortlichen, sondern auch gegenüber jedem anderen Menschen. Die Würde des Menschen muss in jedem Fall geschützt bleiben.

Als Ergebnis erhalten wir, dass es eine gute Eigenschaft darstellt einen positiven Geist zu haben und dieses muss in verschiedenen Situationen und auf unterschiedliche Art und Weise zum Ausdruck kommen, darunter gehört die Beratung, worüber der Fürst der Gläubigen (a.) in seinem Brief an Muhammad ibn Hanafiyeh (r.) schreibt:

اضْمُمْ آرَاءَ الرِّجَالِ بَعْضَهَا إِلَى بَعْضٍ ثُمَّ اخْتَرْ أَقْرَبَهَا مِنَ الصَّوَابِ وَ أَبْعَدَهَا مِنَ الِارْتِيَابِ إِلَى أَنْ قَالَ قَدْ خَاطَرَ بِنَفْسِهِ مَنِ اسْتَغْنَى بِرَأْيِهِ وَ مَنِ اسْتَقْبَلَ وُجُوهَ الْآرَاءِ عَرَفَ مَوَاقِعَ الْخَطَإ

„Sammle die Stimmen und Gedanken der Menschen, anschließend wähle das beste aus.“ Weiterhin sagte er: „Jeder, der in seiner Wahl keine Beratung trifft, begiebt sich in Gefahr. Jemand, der sich zur Begrüßung von gegenartigen Meinungen begiebt, erhält die Schwachpunkte der Angelegenheiten.““[2]

Zusammengefasst bleibt in der politischen Sicherheit zu sagen, dass wenn ein Bürger im politischen System eine positive Einstellung haben und durch Beratung und einer realitätsbezogenen Kritik geprägt durch Weisheit der Gesellschaft helfen sollte, so ist er nicht nur im Besitz von Sicherheit, sondern ist auch seiner menschlichen und religiösen Pflicht zur richtigen Zeit nachgekommen.



[1] Heiliger Qur’an, 5/1

[2] Wasail ul-Shia, B. 12, 46


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