Islamisches Zentrum Hamburg
Delicious facebook RSS An einen Freund senden drucken speichern XML-Ausgabe HTML-Ausgabe Output PDF
Nachrichten Code : 59087
Datum der Veröffentlichung : 9/12/2014 6:15:18 PM
Aufrufe : 1398

Das Einhalten der Gesetze Gottes ist der Garant für das Glück einer Familie

Redner: Hudschat-ul-Islam Dr. Torabi

Im Namen Gottes der Allerbarmers des Barmherzigen

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen sei mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

.Zusammenfassung: Wir sprachen über die Familie im heiligen Qur'an.
Das Thema dieser Woche: Das Einhalten der Gesetze Gottes ist der Garant für das Glück einer Familie; hierzu wird auf vier Aspekte eingegangen:

1. Das Ziel des Teufels (Shaytan) war es, die Familie Adam und Evas zu zerstören - so verfolgt er jenes Ziel ebenso bei den Kindern Adams.

2. Adam und Eva haben das Paradies in dem sie lebten, nicht zu genüge wertgeschätzt und so gaben sie dieses Leben sehr leicht aus der Hand. Die Kinder Adams müssen auf der Hut sein, dass sie nicht das gleiche Übel überkommt.

3. Die Familie Adam und Evas hat sich mit Unbedachtheit, dem ihnen verbotenen Baum genähert und von ihm gekostet. Die Kinder Adams sollen daher dem Zweifel und dem Falschen nicht zu nahe kommen, damit sie nicht in "Haram" (religionsrechtlich Verbotenes) verfallen.

4. Die Familie Adam und Evas hat mit dem Ungehorsam gegenüber den göttlichen Weisungen nach einem noch größeren Segen gegiert, doch erreichten sie diesen nie und verblieben stattdessen in ihrer Unvollkommenheit. Die Kinder Adams werden je mehr sie von ihrem Verstand Gebrauch machen, einsehen, dass im Ungehorsam gegenüber den göttlichen Geboten nichts Gutes zu finden ist und darüber hinaus werden sie das, was sie besitzen, zusätzlich verlieren.

 "..Um ihnen das herauszustellen, was ihnen von ihrer Scham verborgen war..." (Sure Al-A'raf Vers 20)

1. Aspekt: Das Ziel des Satans (Shaytan) war es, das Ansehen der Familie von Adam und Eva zu rauben. Wir sehen, dass das Ansehen und der Ruhm Adams sogar über die Schöpfung hinaus, bis in die Himmel und zu den Engeln reichte. Nachdem er erschaffen wurde, wurde allen die Niederwerfung zu Adam angeordnet. Darüber hinaus schloss der gepriesene Gott mit Adam ein Bündnis und lies seine kleine ansehliche Familie mit seinem vollkommenen göttlichen Respekt an ihren Platz im Paradies und ehrte sie. Daher ist es, dass Adam und Eva bei Gott ein Ansehen genossen. Der Satan wollte jenes Ansehen zerstören.

Wenn die Familien, besonders die geehrten jüngeren Familien, das Streben in ihrem Leben auf die Zufriedenheit Gottes ausrichten - so werden sie gewiss bei Gott zu Ansehen finden. Überall wo die Jungen bei ihren Entscheidungen in Zweifel geraten, sollen sie schauen, welche Entscheidung die Zufriedenheit Gottes erreicht und dem nachgehen. Das ist der Garant für das Glück der Familie.

2. Aspekt:
"Dann hat der Satan sie dort ausgleiten lassen und hat sie aus dem Zustand heraustreten lassen, in dem sie waren." (Sure Al-Baqarah Vers 36)

Die Familie von Adam und Eva schätzten den Segen, mit welchem sie überschüttet wurden, nicht zu genüge Wert und erlaubten dem Teufel mit Leichtigkeit auf sie Einfluss zu nehmen und sie vom Segen auszuschließen. Die Menschen ersehnen und begehren stets das, was nicht in ihrer Befugnis ist und sie schätzen den Wert des vorhandenen Segens erst dann, wenn dieser ihnen entzogen wird. Jawohl, es ist erst nach dem Zeitpunkt des Verlustes des Segens, an welchem der Mensch versteht, welch einen Segen er in Wahrheit genossen hat und wie gut es gewesen wäre, wenn er von jenem besseren Nutzen gemacht hätte. Wie schön ist es, wenn die geehrten Familien dieser historischen Lehre mehr Aufmerksamkeit schenken. Es wird von Imam Sadiq (Friede sei mit ihm) überliefert: <<شکر النعمة اجتناب المحارم ; der Dank für die Segnungen, ist das Vermeiden der Sünde>>. So fragte  man ihn : << Gibt es bei der Dankbarkeit Gottes ein Maß, dass wenn der Mensch jenes Maß erreicht, als dankbar gilt? Er sagte: Jawohl. Man fragte: Inwiefern? Er sprach: < (ر.ک : اصول کافی ، شیخ کلینی ;، ج 2، باب الشکر، ح 12، 10، 27، داراحیأ التراث العربی)

3. Aspekt:

"Dann aßen sie beide davon, dann hat sich ihnen ihre Scham herausgestellt.." (Ta-Ha, Vers 121)

Darüber hinaus riet der gepriesene Gott der Familie von Adam und Eva in aller Klarheit:
ولا تقربا هذه الشجرة; also kommt diesem Baum sogar nicht Nahe, damit ihr nicht den Einflüsterungen verfallt und von jenem isst. Genauso wie man sagt: << Kommt einer Schlange nicht zu nahe >>, was Anzeichen für die Ernsthaftigkeit der Gefahr beinhaltet; eine Gefahr die es erfordert, dass durch das Verbot eines Näherns, die Wahrscheinlichkeit eines Kontaktes so klein wie möglich gehalten wird. Leider ist es heutzutage so, dass wenn man Einigen sagt folgender Stoff in den Nahrungsmitteln schadet einem, sie dem mehr Achtung schenken, als wenn man ihnen sagt, dass das Nichtbefolgen eines göttlichen Gesetzes deiner Menschlichkeit und deinem Glauben schadet.

In jedem Fall, da die neu gegründete Familie Adam und Evas Ehrgeiz hatte und sie an Dinge wie das Ewigsein und Ansehen dachten, kamen sie gedanklich den Einflüsterungen und dem Zweifel nahe und waren so verleitet von jenem Baum zu kosten.
("..Dann als sie gekostet haben von dem Baum , hat sich ihnen ihre Scham herausgestellt und sie haben begonnen, sich die Blättern des Gartens an sich anzuhaften;..". Al-A'raf, Vers 22)

Es ist eine Tatsache, dass wenn jemand viel an Sünden denkt, er sich dem Zweifel und den Versuchungen nähert und die Wahrscheinlichkeit in "Haram" (religionsrechtlich Verbotenes) zu verfallen, in diesem Fall groß ist. Die Familien müssen diesem geistigen und erfahrungsgemäß bestätigten Prinzip mehr Beachtung schenken. Das Vermeiden der Annäherung an das göttlich Verbotene ist der beste Weg der Frömmigkeit; es ist das, was die Grundlage des Häuslichen und der Familie erhält und sie standhaft macht.

4. Aspekt: "..Und Adam befolgte das Gebot seines Herrn nicht und ging irre" (Ta-Ha, Vers 121)

غویِ bedeutet in diesem Vers, dass er scheiterte und den Weg verließ (Misbah). Es ist zu erwähnen, dass das Ziel des Zumscheiterbringens und Beirrens, durch die Einflüsterungen des Iblis (Shaytan), der Verlust des richtigen Weges entsprechend den Wünschen des Teufels ist. Der Ungehorsam gegenüber Gott ist es, welches das Scheitern der Menschen bewirkt und die Absicht die hinter dieser Tat steckt wird ohnehin nicht erreicht. Die Gebote, Verbote und Ermahnungen Gottes sind stets auf die Entwicklung und die Erziehung der Menschen ausgerichtet und derjenige, der entgegengesetzt zu dem, was das göttliche Gesetz aufzeigt, handelt - wird keine Entwicklung bei sich feststellen, sondern stattdessen scheitern. In manchen Kulturen wird derjenige als gescheitert angesehen, der ohne zu heiraten von dieser Welt geht, jedoch ist es in der Lehre des Koran so, dass derjenige zu den Gescheiterten gehört, der die Gesetze Gottes ignoriert und in den eigenen Einflüsterungen und Gelüsten untergeht und letztendlich seinen Zweck nicht erfüllt. Die Familie Adam und Evas hat von dem, was sie nicht kosten durften, gekostet und augenblicklich darauf, folgten drei schlechte und dramatische Ereignisse:

1. Ihre Unschönheit wurde offengelegt; Sie verloren ihr Ansehen und ihre Würde wurde für alle Ewigkeit befleckt.

2. Sie verließen vor dem festgesetzten Zeitpunkt das Paradies und verloren den ihnen gegeben Segen und die Sicherheit.

3. Es traf sie die Schuld und Ermahnung durch den gepriesenen Gott.

Und hätten Adam und Eva mehr von ihrem Verstand Nutzen gemacht, so hätten sie sich nicht in diesen Problemen wiedergefunden.

In den Überlieferungen liest man, dass als die Engel Adam und Eva an jener Tat hindern wollten, ihnen (von Gott) gesagt wurde: Hindert sie nicht. Ich habe Beiden einen Verstand gegeben und ihnen die Anordnung des Verbotes auf klare Art und Weise ersichtlich gemacht. Sie müssen durch die Nutzung ihres Verstandes, selbst das Richtige vom Falschen unterscheiden und ihren Weg bestimmen. So  wird überliefert: Jesus (Isa) ging im Alleinsein für die Anbetung auf einen hohen Berg. Der Teufel (Shaytan) kam und sagte: Du hast solch einen Rang erreicht, sodass du die Toten zu Leben erweckst und die Kranken heilst. Betrachtest du Gott in Anbetracht dessen noch als den (einzig) Allmächtigen? Jesus sagte: Jawohl, all dies geschieht mit Gottes Erlaubnis und dem was er vorgesehen hat und ich betrachte Gott als den (einzig) Allmächtigen und Beschützer. Der Teufel entgegnete ihm: Wenn du Gott als allmächtig betrachtest, so stürze dich von dieser Erhöhung hinunter, sodass wir sehen wie er dich zu schützen vermag. Er antwortete, O du Verfluchter, du ersuchst mich zum Selbstmord zu drängen, obgleich Selbstmord ein Gesetzesbruch gegenüber Gott ist. Zweitens, liegt diese Tat nicht in dem was Gott erlaubt hat, und er gab mir einen Verstand und hat mir geboten, dass die Taten stets vernünftig sein müssen. Drittens, es gehört sich nicht, dass ein Diener, in seinem Rang als Diener eine Tat begeht und Gott mit dieser testen will. Dies gebührt dem Diener nicht. ((اکبری، داستان پیامبران، ص239

Wir bitten den Allmächtigen Gott uns das Befolgen der göttlichen Gesetze und das Befolgen der Gesetze im Bereich unserer Familien zu ermöglichen und uns unsere Familien zu erhalten und standhaft zu machen.

Heutzutage sieht sich die Menschheit genau mit diesem Problem konfrontiert. Das zu wenige Nutzen des gottgebenen Verstandes.


Kommentar



Zeige nichtöffentliche