Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 62200
Datum der Veröffentlichung : 11/5/2014 6:05:09 PM
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8. Jährliche Konferenz der islamischen Gelehrten und schiitischen Geistlichen Deutschlands und Hollands im Islamischen Zentrum Hamburg

Die 8. Jährliche Konferenz der islamischen Gelehrten und schiitischen Geistlichen Deutschlands und Hollands, die die "Wichtigkeit und Notwendigkeit der Vorstellung des Charakters Imam Husseins" als Thema hatte, wurde am 21. Oktober 2014 erfolgreich abgehalten. Über 50 Geistliche und Wissenschaftler nahmen an der Konferenz teil, um über wichtige Fragen in Zusammenhang mit der Förderung der Arbeit der Gelehrten und den dahingehenden Prioritäten zu diskutieren

Hierbei ist die besondere Ehre zu erwähnen, die dem Islamischen Zentrum zu Teil wurde, einen besonderen Gast - den hohen Geistlichen und Lehrenden an den theologischen Hochschulen, Ayatollah Seyyed Ali Milani - empfangen zu dürfen.

Das eintägige Treffen begann mit der Begrüßung der Teilnehmer durch den stellvertretenden Direktor des Islamischen Zentrum Hamburgs Hujjatul Islam Iranmanesh und der Vorstellung der Ziele und des Programms der Konferenz: Die Vertrautheit und gleiche Ausrichtung der schiitischen Geistlichen beim Erfüllen ihrer Pflichten und ihren verschiedenen Aktivitäten, das Informieren über die wichtigsten islamischen Angelegenheiten in Deutschland und das Lösen von eventuellen Problemen.

Der Direktor und Imam des Islamischen Zentrums Ayatollah Ramezani, wies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit der Rolle der religiösen Gelehrten als Anvertraute des Wissens der Religion und der göttlichen Wahrheit  hin.

Weitergehend erörterte er, dass die Wichtigste Aufgabe der Geistlichen der Erhalt des Wissens ist und die Bekämpfung der Unwissenheit unter den Menschen sei.  Er wies hierbei auf die Ziele des Aufstandes Imam Husseins hin und den Lehren, die man aus dieser ziehen sollte und erläuterte, dass jener Aufstand ebenfalls die Bekämpfung der Unwissenheit und der Verirrung als Intention hatte. Wenn die Unwissenheit und Ignoranz in der Gesellschaft beseitigt ist, so werde die Entstehung von Extremen verhindert. Diesbezüglich hob der Imam des Islamischen Zentrums gegenüber den anwesenden Gelehrten und Wissenschaftlern drei wesentliche Aspekte hervor:
1. Das richtige Überliefern der Geschehnisse von Ashura
2. Die korrekte Analyse der Ereignisse
3. Das Übertragen der damaligen Geschehnisse auf die heutige Zeit

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wies der besondere Gast dieser Konferenz - Ayatollah Seyyed Ali Milani - auf weitere wichtige Punkte in seiner Ansprache hin.
Er definierte hierbei die Aufgabe eines Geistlichen auf der Kanzel als das korrekte und genaue Übermitteln der Botschaft der reinen Nachkommenschaft des Propheten und das Verbreiten ihres Wissens und ihrer Lehren. Dies solle laut seiner Eminenz mit Weisheit und schöner Ermahnung geschehen.

Ayatollah Seyyed Ali Milani nahm des Weiteren Bezug auf die Islamische Akademie Hamburg und wies, nach dem Ausdruck seiner Freude diesbezüglich, auf die Wichtigkeit der Entstehung dieser Möglichkeit – junge, heimische Kräfte auszubilden, die die Probleme und die Situation dieser Gesellschaft kennen – hin. Darüber hinaus sieht er in dieser Akademie die Hoffnung auf Wachstum und Entwicklung des Islam in diesem Gebiet und verknüpft mit ihr die Aufgabe der Widerbelebung der Lehren der Ahlulbayt und definierte für die Geistlichen Deutschlands die Pflicht, junge und begabte Menschen zu erkennen und für diesen Weg zu fördern.

Das letztendliche Fazit und Ergebnis dieser Konferenz spiegelt sich nochmal in der gemeinsamen Erklärung und Einigung, welche im Gesamten aus acht Punkten besteht, wieder.
Hierbei wurde als einer der wichtigsten Punkte, die Verurteilung aller terroristischen Akte durch „Takfiri“ - Gruppen  und weiteren terroristischen Gruppierungen, und das Betrachten dieser als Verrat am Islam und der Menschlichkeit, genannt. Darüber hinaus wurde als ein Aspekt der Erklärungen, die Ablehnung des ungerechten Urteils gegenüber dem schiitischen Geistlichen Sheikh Nimr Baqir al-Nimr definiert, welche als als Versuch die Stimme der Unterdrückten zu unterbinden, betrachtet wird.
Sowie letztlich das Einladen der Muslime zur Einheit und das Vermeiden von Schmähungen gegenüber Symbolen, welche von anderen Rechtsschulen als geehrt betrachtet werden.


 


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