Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 69096
Datum der Veröffentlichung : 2/21/2015 6:12:30 PM
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Die Islamische Staat – Eine fundamentalistische Bedrohung

Die Islamische Staat – Eine fundamentalistische Bedrohung

Wie ist der IS aufgebaut?
Der erste Anführer der IS, Abu-Mussab Al-Zarqawi, wurde im Jahr 2006 von der US-Armee getötet. Al Baghdadi wurde dann sein Nachfolger. Die Führung des IS setzt sich aus insgesamt neun Räten zusammen:

Der Führungsrat

Der Schura-Rat

Der Rechtsrat

Der Millitärrat

Der Sicherheitsrat

Der Geheimdienstrat

Der Finanzrat

Der Hilfsrat

Der Medienrat

 

Welche Ideologie verfolgt der IS?

Der IS präsentiert in Mossul einen Katalog der 16 Punkte beinhaltet, als Basis und Grundlage der Ideologie dieses Staates. Dieser Katalog basiert auf der islamischen Scharia und den Wahabismus (eine religiöse Abspaltung im Islam, welche eher in Saudi Arabien verbreitet ist) und enthält drastische Abwandlunge. Dieser Katalog normiert das private und öffentliche Leben der Menschen drastisch, da diejenigen, welche diese Regeln nicht strickt befolgen, schwere Strafen erwarten müssen.

 

Wie hat sich der IS entwickelt?

Die Wurzeln des IS liegen in den Anfängen des Afghanistan und Irak-krieges. Zu Beginn der amerikanischen Besatzung entstanden in Afghanistan, Pakistan und Jordanien islamistische Gruppierungen. Diese Gruppierungen wuchsen mit der Zeit und verbreiteten sich auch in den jeweiligen Regionen. Diese Gruppierungen richten sich gegen die amerikanische Besatzung und den später errichteten neuen irakischen Staat. Die islamistische Gruppe ähnelte der Al-Kaida in ihrer Ideologie und Vorgehensweise. Sie radikalisierte sich jedoch gegen Shiiten und spaltete sich dadurch stark von der Al-Kaida ab. Al-Zarqawi ( der Anführer ) erklärte nämlich die Shiiten zum größten Feind der “Al-Kaida im Irak.“ Später aber änderte die Gruppierung aufgrund von Differenzen mit der Al-Kaida, vor allem auch aufgrund der Shiitenhetzen, ihren Namen in “Islamischer Staat im Irak“ um.

 

Welche  Problematik führt der IS mit sich?

Abgesehn davon, dass die Truppen immer weiter vortreten und größere Gebiete einnehmen und  stärker werden, reisen auch Menschen aus aller Welt in den Irak, um die Truppen zu unterstützen. Diese Tatsache führt dazu, dass die Bedrohung sich nicht nur auf den Irak oder Syrien beschränkt, sondern noch weiter reicht.

 

Was wurde gegen den IS unternommen?

Man hat selbstverständlich zunächst versucht, das Millitär im Iraq zu unterstützen, damit es gegen die IS-Truppen vorgehen kann.

Die ausländischen Staaten versorgten die Flüchtlinge des Krieges, indem sie ihnen Unterkunft, Essen, Trinken und Medikamente boten.

Die USA schickten Kampfflugzeuge in den Irak.

Als die IS-Kämpfer immer größere Gebiete des Irak einnahmen, versorgten die ausländischen Staaten die Kurden im Kriesengebiet mit Waffen.

Der Iran hat beispielsweise einen seiner führenden Strategen, Generalmajor Qasem Soleymani, in den Irak geschickt, damit dieser das irakische Millitär unterstütz und gegen die IS-Truppen kämpft.

Abgesehen von den Maßnahmen vor Ort haben einige Länder, wie beispielsweise Deutschland, verhindern können, dass weitere Bürger in den Irak einreisen, um den IS zu unterstützen.

Wie bereits oben erwähnt, ist die Polizei in den europäischen Staaten, in denen Islamisten im Namen des IS Demonstranten oder ähnliches angetreten haben, gegen diese vorgegangen.

Gegen wem kämpft die IS?
Der IS nennt sich selbst ja “Islamischer Staat“.Dieser Begriff sorgt zweifellos für Missverständnisse. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass diese sogenannten “Islamischen Kämpfer“ auch gegen Muslime kämpfen.

Gewalt und Vergewaltigungen können nicht als Ausdruck von Gerechtigkeit gesehen werden.

Gewalt: “Es gibt keinen Zwang im Glauben.“

Und Allah ist Allhörend und Allwissend.

Mittels dieses heiligen Koranverses wird klar, dass kein Glaube aufgezwungen werden kann und man als Gläubiger allein darauf vertrauen muss, dass Gott den Menschen auch den Weg zu ihm selbst zeigt. Es wird also auch deutlich, dass die Vorgehensweise der IS-Kämpfer keinesfalls auf den heiligen Worten Gottes basiert ist.

Im Islam ist Friedfertigkeit von großer Bedeutung und Gewalt wird vollkommen abgelehnt. Gerechtigkeit geht vor und man darf aufgrund von Zorn nicht ungerecht und gewalttätig handeln

.

Was wird in den Medien über den IS berichtet?

Die dauerhafte Präsenz dieser Thematik in den Deutschen Medien zeigt auch von ihrer Bedeutung.  Mittels dieser Nachrichten, Dokumentationen und Artikel wurden die Menschen über IS aufgeklärt. Des Weiteren gab es einige Zeitungen und Zeitschriften, welche mittels ihrer Veröffentlichungen den Menschen nahe gelegt haben, dass diese terroristischen Islamisten nicht den wahren Islam widerspiegeln. Beispielsweise hat Der Spiegel eine Serie über den Irak veröffentlicht.

Quelle: Al-Fadschr 151 S.16-20  (Der Islamische Staat -  Eine fundamentalistische Bedrohung )


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