Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 77288
Datum der Veröffentlichung : 6/20/2015 6:54:33 PM
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Islamkenntnis 146 – Islam und Menschenrechte 22

Freitagsansprache vom 22. Mai 2015

von Ayatollah Dr. Ramezani Imam und Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg e.V.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Allerbarmers

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen sei mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Der Islam hat die Menschenrechte in jeder Hinsicht bestätigt und hat deshalb für den Schutz der körperlichen wie auch der seelischen Rechte des Menschen Gesetze und Texte dargelegt. Deshalb ist in den Artikeln 5, 9, 11 und 15 der Welterklärung für Menschenrechte das Verbot für Folter und Strafen oder aber der Gefangenschaft, Haft und dem grausamen, willkürlichen Exil vorgekommen und der Islam bestätigt diese. In Artikel 5 dieser Erklärung steht folgendes  “ Niemand darf unter Folter oder Strafen oder einem Verhalten geraten, das grausam oder aber gegen die Menschlichkeit und Moral der Gesellschaft oder obszön ist.“ In Artikel 9 steht “ Niemand darf willkürlich in Haft, Gefangenschaft oder im Exil geraten.“  Und im Artikel 11 steht “ Ebenso darf niemand aus dem Grund des engagierten oder verweigernden Handelns verurteilt werden, es sei denn, dass diese Tat wegen den nationalen oder internationalen Gesetzen in dem Zeitpunkt des Handelns als Straftat betrachtet wird.“ Und ebenso “ Niemand darf wegen einer Strafe mehr als die festgeschriebene Strafe zu dem Zeitpunkt der Straftat verurteilt werden.“

Es liegt sehr klar auf der Hand, dass der Islam die Festnahme des Menschen ohne gesetzlichen Grund als verboten zählt; wie auch das ins Exil verbannen oder aber das Geben von Strafen ohne religiösen oder gesetzlichen Grund, es sei denn jemand ist schuldig gesprochen und bekommt im Maße seiner Schuld seine Strafe. Außerdem zählt die Folter, einschließlich der körperlichen wie auch der seelischen Folter, als verboten und vielmehr wird jeder Ärger, der die Ursache von Not ist und gegen die Würde des Menschen ist als Schuld gezählt. Aus dieser Hinsicht wurde Artikel 4 aus der Erklärung der Menschenrechte aus der Sicht des Islam erklärt, dass “ die Gefangennahme des Menschen, die Begrenzung seiner Freiheit, ihn ins Exil schicken oder ihm Strafe geben ohne religiösen Grund nicht zulässig ist und kein Mensch darf unter körperliche wie auch seelische Folter wie auch unter jeder Form von Ärger geraten, der die Ursache seiner Not wurde  und grausam ist oder aber gegen die Menschenwürde ist, ist ihm anzuprangern“. Außerdem “ ist es nicht zulässig, dass man Einzelne von Menschen zu medizinischen oder wissenschaftlichen Untersuchungen benutzt, außer mit Einverständnis desjenigen, der dazu benutzt wird und bedingt dadurch, dass seine Gesundheit und sein Leben außer Gefahr besteht und die Erstellung der außerordentlichen Gesetze, die die Angelegenheiten der oben genannten Verbote in den Händen der ausführenden Organisationen zu legen, ist nicht zulässig“.

Es ist sehr einleuchtend, dass das, was in diesem Artikel über Freiheitsrechte, Rechte des Lebens und Rechte der Würde geschrieben wurde, eines der wichtigsten Grundsätze des Menschen diese ist, dass der Islam diese Rechte stark bestätigt; aber leider wurden im Laufe der Geschichte viele von diesen Rechten mit Füßen betreten und anscheinend interpretiert jeder diese Rechte nach seiner Lust und Laune oder aber akzeptieren diese überhaupt nicht; deshalb wird sehr viel darüber berichtet, dass die Menschen, die keine Schuld begangen haben, unter körperliche und seelische Folter geraten und dass darunter unschuldige Frauen und Kinder sterben, ohne dass man dies aufhält oder aber dass im Verhältnis zu all diesen Verbrechen und Unterdrückungen demonstriert wird.

Es ist außerdem nötig zu erwähnen, dass der Islam die Rechte von jedem einzelnen Menschen als  einen Mensch und Bürger sehr stark verteidigt, die sozialen Rechte der Menschen tiefe Achtung gibt und dieser Punkt bis zu einem bestimmten Grad in einigen Teilen der Menschenrechte aus der Sicht des Islams entsprungen ist. Einige dieser Paragraphen über das Leben in einem sauberen und gesunden Ort werden als grundlegende Menschenrechte erkannt und bindet sogar Regierung und Öffentlichkeit, dass der Lebensort von jeder Verschmutzung rein zu halten ist, seien es die städtlichen Orte oder die Orte außerhalb der Städte, die die Verschmutzung zu dörflichen Umgebungen bringen, die die Benutzung der Menschen erforderlich macht. Sogar diese Anforderungen der Meeresgebiete und Luftgebiete, die für das menschliche Leben verbunden ist, werden eingeschlossen; mit der Bedeutung, dass kein Mensch oder Gruppe oder regierende Macht das Recht hat die Meeres- und Luftgebiete und jedes andere Gebiet zu verschmutzen. Aber manchmal wird berichtet, dass einige Länder sich das Recht nehmen, Gebiete zu verschmutzen und zu verunreinigen und leider wird die öffentliche Gesellschaft mit diesen Bedrohungen und Schädigungen konfrontiert und in vielen Situationen trifft der Schaden und der Verlust die schwachen, wehrlosen Menschen. Bedauernswert, dass heutzutage chemische und destruktive Waffen zur Tötung von Menschen benutzt wird und keiner diese Benutzung dieser Waffen aufhält. Oder alle sagen, dass keiner das Recht hat, diese destruktiven, chemischen und gefährlichen Waffen in Besitz zu sein, aber offenbar ist diese Form von Gesetz für Nicht-Egoistische. Die heilige Religion Islam sanktioniert jede Form der Benutzung von chemischen und destruktiven Waffen und verbietet sogar den Bau solcher Waffen; auch große Geistliche im Islam befürworten diese Sanktion. Die Hoffnung besteht, dass die öffentliche Gesellschaft einen Schritt erreicht, in der sie wahrhaftige Ruhe und Frieden und Sicherheit erfährt und dass sie ein friedliches Leben beobachten können auf Basis göttlicher Gnade.           

 

 



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