Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 77290
Datum der Veröffentlichung : 6/20/2015 8:38:04 PM
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Islamkunde 147 - Islam und Menschenrechte 23

Freitagsansprache vom 05. Juni 2015

von Ayatollah Dr. Ramezani Imam und Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg e.V.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Allerbarmers

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen sei mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Zu den Themen, die unter allen Kulturen, Religionen und Rechtsschulen diskutiert wird, ist das Thema Frau, Mann und Familie. In Artikel 16 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht " Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte". Fortsetzend steht " Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden". Im letzten Abschnitt steht “ Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat“.

Es ist nötig daran zu erinnern, dass in den Artikeln 7 und 10 der Menschenrechte aus Sicht des Islams diese Themen aus rechtlicher Sicht bestätigt wurden. In Artikel A, Paragraph 7 steht, dass die Frau in der Menschenwürde mit dem Mann gleichwertig ist und dass sie in den gleichen Rechten, die sie hat, die Zuordnungen in ihrer Verantwortung liegt. Die Frau gibt den gesellschaftlichen Charakter wider. Sie ist in ihren eigenen Verbindlichkeiten und finanziellen Geschehnissen selbstständig und hat das Recht, Namen selbst zu wählen. ?? Im zweiten Artikel wird auf die Pflicht des Mannes hingewiesen, in dem steht: “ Für den Mann ist es erforderlich, den Lebensunterhalt der Familie zu verwalten und ebenfalls liegt es in seiner Verantwortung für das Wohl der Familie zu sorgen“. Sei es, dass in Parapgraph A Artikel 10 steht “ Die Familie ist in der Struktur der Gesellschaft eine grundlegende Organisation und die Ehe ist die ursprüngliche Basis und jeder Mann und jede Frau haben das Recht auf die Eheschließung und keiner, der Ursprünge in dieser Rasse, Hautfarbe und Staatsangehörigkeit hat, darf vor diesem Recht Halt machen“. In Paragraph B desselben Artikels steht: “ Für Gesellschaft und Staat ist es Pflicht, dass jede Barriere von der Eheschließung genommen wird und dass die Wege und Mittel dessen leicht gemacht werden und dass von Familie Unterstützung kommt“.

Über diese paar Artikel, die erwähnt wurden, gibt es viele Punkte, die besprochen werden können, aber es wird nur im notwendigen Maße über einige Punkte, die eine größere Priorität haben, berichtet.

Als erstes wird über diesen Punkt bekräftigt, dass aus der Sicht des Islams Frauen in der Schöpfung und der Natur das Gegenstück zu den Männern sind; auch der Gesandte Gottes (s.a.a.s) sagt: “   [1] und deshalb bezieht sich  in der Schöpfungsgeschichte des Menschen das, was im  heiligen Koran erklärt wurde, auf den Menschen und die Gesellschaft und schließt Frauen und Männer ein. Punkte wie das Kalifat und die Statthalterschaft Gottes auf Erden, die Niederwerfung der Engel, das Einhauchen der Seele, die Namensgebung(?), die Einflüsterung des Teufels und viele andere Punkte, die im heiligen Koran vorkommen, sind gleichwertig mit dem der Frauen und Männer[2]. Auch, wenn der heilige Koran über die Eigenschaften und das Potential von Frauen und Männer spricht, hat er eine gleiche Sichtweise. Die inneren Eigenschaften wie das Halten der heiligen Seele “ Wenn Ich ihn nun vollkommen geformt und ihm Meinen Geist eingehaucht habe, dann werft euch vor ihm nieder[3], das Besitzen einer heiligen natürlichen Veranlagung “ (dies entspricht) der natürlichen Veranlagung, mit der Allah die Menschen geschaffen hat[4], das moralische Gewissen “ und bei einer (jeden menschlichen) Seele und bei Dem, Der sie gebildet (7) und ihr den Sinn für ihre Sündhaftigkeit und für ihre Gottesfurcht eingegeben hat! (8) Erfolgreich ist derjenige, der sie rein hält; (9)und versagt hat derjenige, der sie verkommen läßt“[5] und das Senden von Vertrauen[6] sind auf gleicher Weise in Bezug auf Frauen und Männer erklärt worden. Ebenso wird über Frauen und Männer in Bezug auf das äußere Potential wie die natürliche Schöpfung[7], die Bildung[8], das Herabsenden des Buches[9] auf gleicher Weise erklärt. Diese gleiche Sichtweise auf das Ziel der Schöpfung wie die Dienerschaft[10], die Prüfung, ein reines Leben und die Erkenntnis der göttlichen existieren alle und diese Sache geht allen Menschen etwas an. Es ist erforderlich zu erinnern, dass diese gleiche Sichtweise auch in anderen Themen zur Sprache kommt, die berichtet wird.

 

  



[1] Rede Abu Dawuds 1

[2] Bagharah (2), Vers 38 und 30; Nisah (4), Vers 1; A’raf (7), Vers 27 und 10 und 189; Hijr (15), Vers  42 und 26; Naml (27), Vers 72; Esrah (17), Vers 64 und 60.

[3] Hijr (15), Vers 29

[4] Rum (30), Vers 30

[5] Shams (91), Vers 7-10

[6] Ahzab (33), Vers 72

[7] Hajj (22), Vers 65

[8] Anaam (8), Vers 91

[9] Bagharah (2), Vers 185

[10] Dhariyat (51), Vers 56


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