Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 84196
Datum der Veröffentlichung : 9/28/2015 6:03:50 PM
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Stellungnahme des Leiters der Islamisch-Europäischen Union der Schia-Gelehrten und Theologen zur Massenpanik in Mina

Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen

وَمَن يَخْرُجْ مِن بَيْتِهِ مُهَاجِرًا إِلَى اللَّـهِ وَرَسُولِهِ ثُمَّ يُدْرِكْهُ الْمَوْتُ فَقَدْ وَقَعَ أَجْرُهُ عَلَى اللَّـهِ 

„Und wer sein Haus verlässt, um zu Gott und seinem Gesandten auszuwandern, dann vom Tod ereilt wird, dessen Lohn obliegt bei Gott." (An-Nisa | 4:100)

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Die schrecklichen Ereignisse in der heiligen Region "Mina" hat die islamische Welt in Trauer versetzt. In diesem Zusammenhang spreche ich dem heiligen Fürsten der Zeit (Möge Gott ihn bald offenbaren), den verehrten Quellen der Nachahmung und den Familien der Opfer persönlich mein tiefstes Beileid aus und bitte den allmächtigen Gott darum, die verehrten Gäste dieser sicheren göttlichen Stätte mit hohen und angesehen Rängen und ihre trauernden Hinterbliebenen mit unendlicher Geduld zu segnen.

Nach den einschlägigen Beweisen und Belegen der erfassten Szenarien, ist die Inkompetenz und Fahrlässigkeit der Verantwortlichen für diesen beklagenswerten Vorfall erwiesen. Den Pilgern für diese Katastrophe die Schuld in die Schuhe zu schieben, stellt eine Entschuldigung dar, die nicht minder als eine Sünde gewertet wird.

Zweifellos müssen die Verursacher dieses traurigen Vorfalls, bei welchem mehr als 1500 Pilger aufgrund einer Massenpanik verstarben und mehr als 3000 Personen verletzt wurden, zur Verantwortung gezogen und bestraft werden. Die juristische Untersuchung und Bestrafung seitens juristischer Quellen der islamischen Welt und internationaler Richter stellen für das islamische Volk und vor allem für die verehrten Familien der Verstorbenen ein selbstverständliches Recht dar. Anstatt sich auf die Ankunfts- und Willkommensfeier ihrer Lieben vorzubereiten, müssen sie nun die Leichen der verreisten Pilger identifizieren und auf ihre Ankunft warten.

Die Gemeinschaftsorganisation islamischer Länder sollte ein solches Ausmaß an Inkompetenz und Unfähigkeit bei der Abhaltung und Veranstaltung einer ehrenhaften und sicheren Pilgerreise verurteilen und mithilfe der Islamisch-Theologischen Hochschulen und allen weiteren Gelehrten und Kundigen der islamischen Welt eine Lösung finden, damit die Verwaltung der heiligen Stätten in Mekka und Medina, welche allen Muslimen der Welt gehören, fachkundigen, kompetenten und fähigen Menschen als Vertreter aller islamischen Länder überlassen wird.

Leider ist dies auch nicht das erste Mal, dass das islamische Volk in der heiligen Stätte Gottes Zeuge einer solchen Inkompetenz und Ignoranz in Bezug auf die Pilger geworden ist. Viel mehr Mitleid erregt die Tatsache, dass diejenigen Menschen, welche zu den Dienern der heiligen Stätten Gottes gehören und ein Beispiel und Vorbild für den wahren Islam und der edlen und heiligen Religion Muhammads (s.) darstellen sollten, unschuldigen Menschen in Jemen das Leben nehmen und täglich Unschuldige, Frauen und Kinder in dieser Region ausrotten und diesen anständigen Menschen das Dach über dem Kopf nehmen und ihre Häuser zerstören, obwohl die Verse des heiligen Koran Kriege in den heiligen Monaten deutlich verbieten. Obendrein konkurrieren sie heuchlerisch beim Druck und der Verteilung des heiligen Koran mit allen anderen islamischen Ländern und bemühen sich nach außen hin um die Abhaltung umfangreicher Gemeinschaftsgebete. Diese Tatsachen stellen genau die Art von Vernachlässigung der Wahrheit des heiligen Koran dar, welches der edelmütige Gesandte Gottes (s.) und die wahrhaftigen Nachkommen des heiligen Koran für das islamische Volk befürchteten und bangten.

Zweifellos besteht die Forderung, dass alle Medien dieser Welt eine Reaktion auf diese bedauerlichen Vorfälle zeigen sollten und auf die Verteidigung der primitiven Rechte der Menschen bestehen und darum zu kämpfen haben. Hierbei stellt sich auch die Frage, weshalb einige westliche Medien, welche behaupten, sie würden sich für die Rechte der Menschen und der Weltbevölkerung einsetzen, in den vergangenen Tagen ein deutliches Schweigen an den Tag gelegt haben und ihre fordernden Rufe sich in ein Stillschweigen und in Stummheit verwandelt haben.



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